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3. Rechnergestützte Steganographie

Software, die Steganographie unterstützt, ist neu und sehr effektiv. Solche Software erlaubt es. Informationen in digitalen Bild- oder Tondateien zu verstecken oder auch über das Hintergrundrauschen beim Telefonieren zu übertragen.

Das grundlegende Prinzip der Verfahren der rechnergestützten Steganographie ist das Ersetzen von unbedeutenden Daten, beispielsweise des oben erwähnten Hintergrundrauschens beim Telefonieren oder bei Radioübertragungen, durch geheime Informationen. Um gute Verfahren zu entwickeln, ist es notwendig, die für die Information gewählte Übertragungsmethode genauestens zu untersuchen, damit Daten nicht im Rauschen auszumachen sind. Hier sind statistische Analysen von großer Bedeutung.

Bei der rechnergestützten Steganographie werden Nachrichten versteckt, indem man sie in das LSB (Least Significant Bit) hineinschreibt. Das LSB ist das Bit, das den Wert einer Zahl am wenigsten bestimmt. Als Grundlage dient das Dualsystem mit der Basis 2, im Unterschied zum Dezimalsystem bei der die Basis die Zahl 10 bildet. Die einzelnen Stellen können die Werte von 0 bis 9 im Dezimalsystem einnehmen, im Dualsystem die Werte 0 und 1.

Beispiel mit der Zahl 159:

Dezimal104103100=10210=1011=100
00159
Dual128=2764=2632=2516=248=234=222=211=20
10011111
LSB

Im Dualsystem ergibt sich die Zahl (z.B. 159) wie im Dezimalsystem, indem man die einzelnen Stellen addiert.

Dezimal

159=1 *102+5 *101+9 *100

Dual

159=1 *128+1 *16+1 *8+1 *4+1 *2+1 *1 <-- LSB

Das LSB wird bei der Steganographie verwendet, weil es den Wert der Zahl kaum verändert, oder, anders gesagt, es hat auf den Wert der Zahl den geringsten Einfluß. Würden wir das LSB in unserem obigen Beispiel verändern (1 in 0) so würden wir den Wert 158 anstatt 159 erhalten.

Durch gezieltes Verändern des LSB kann man in diesem Nachrichten verstecken, ohne daß dies größere Aufmerksamkeit erregen würde.

3.1 Beispiel für rechnergestützte Steganographie


Bild, in dem ein anderes versteckt wurde


Originalbild


Verstecktes Bild

Wie Sie sehen können, besteht für das menschliche Auge kein Unterschied zwischen dem originalen und dem bearbeiteten Bild. Niemand würde vermuten, daß sich innerhalb von dem bearbeiteten Bild ein zweites verstecken würde.

Als weiteres muß man beachten, daß dies abhängig von der Farbtiefe ist, in der das Bild dargestellt wird. Würde man für diese Bilder eine niedrigere Farbtiefe wählen, wäre eher ein Unterschied auszumachen.

Wie Sie sehen können, ist Steganographie eine sehr effiziente Art, geheime Nachrichten auszutauschen. Dies gilt sowohl für Bilddateien als auch für Tondateien, wie Sie im folgenden sehen werden.


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